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Iran: Doppelstrategie der EU

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Iran: Doppelstrategie der EU

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Als zu Beginn der Woche in Bangkok mehrere Sprengsätze explodierten, stand sofort der Iran im Verdacht. Das Regime in Teheran wies jede Verantwortung für die Attentate zurück. Doch nur einen Tag später verkündete der iranische Präsident Ahmadinedschad triumphierend neue Fortschritte in dem Atomprogramm seines Landes. Zugleich aber bot er der Europäischen Union eine Wiederaufnahme der Verhandlungen im Streit um die Nuklearprojekte an. Brüssel wiederum machte deutlich, dass die gegen den Iran verhängten Sanktionen bestehen bleiben würden. Eine Aufhebung komme nicht in Frage, betonte ein Sprecher der EU-Kommission. Man fahre zweigleisig, es bleibe bei den Sanktionen. Teheran wird nicht müde zu versichern, es nutze die Atomenergie zu friedlichen Zwecken und dass es Konzessionen ausschließe. Allerdings könnte auch Ahmadineschad zweigleisig fahren: Während er der EU Verhandlungsbereitschaft signalisiert, kehrt er daheim den starken Mann hervor – im Iran sind für Anfang März Wahlen geplant.