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Wahlkampf in Frankreich: Sarkozy steigt in den Ring

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Wahlkampf in Frankreich: Sarkozy steigt in den Ring

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will mit dem Versprechen eines starken Frankreichs das Vertrauen und die Stimmen der Franzosen gewinnen.
Er kandidiert für eine zweite Amtszeit.

Sarkozy hat bis zum ersten Wahlgang 66 Tage Zeit, um das Blatt zu wenden, denn sein sozialistischer Herausforderer, Francois Hollande, liegt in den Umfragen in Führung.

Sarkozy will als Steuermann in der Krise punkten. Eine Pariserin meinte: “Ich glaube, dass viele Franzosen skeptisch sind und sich fragen, was es bringt diesmal Sarkozy zu wählen.”
Ein Passant kommentierte die Wahlstrategie des Präsidenten mit den Worten: “Sarkozy benutzt die Krise, und sagt, dass wir ihn brauchen, um sie zu überstehen. Das ist ein politisches Argument, aber ich glaube, dass viele Franzosen sich keine Illusionen machen und sich nichts vormachen lassen.”

Sarkozy will von nun an jeden Tag den Franzosen eine neue Idee unterbreiten. Ein Versuch, um die Wahlkampagne zu dominieren.

Christopher Bickerton, ein politischer Experte am Insitut d’Etude Politique in Paris, erklärte: “Jetzt stellt sich die Frage, inwieweit seine Amtszeit und die internationale Lage zur Krise in Frankreich beigetragen haben. In seiner Wahlkampagne wird er sicherlich sagen, dass Frankreich gewisse Opfer bringen muss, um die Krise zu meistern und, dass er der Situation am besten gewachsen ist.”

Sarkozy wollte ursprünglich erst Mitte März in das Rennen zur Präsidentschaftswahl einsteigen. Doch letztlich änderte er seine Strategie wegen seiner schlechten Umfragewerte. Erste Etappe seines Wahlkampfs: Der Besuch einer Käsefabrik in Annecy.