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Finanzielles Aus für Air Australia

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Finanzielles Aus für Air Australia

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Die Maschinen der Billigfluglinie Air Australia bleiben am Boden: Wegen finanzieller Schwierigkeiten hat die Airline Gläubigerschutz beantragt und den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung gestoppt. Offenbar konnte Air Australia an mehreren Flughäfen nicht einmal mehr Treibstoff für die Maschinen kaufen. Rund 4000 Passagiere sitzen fest – und Insolvenzverwalter Mark Korda versucht, die Lage zu klären. “Unsere Priorität gilt Passagieren und Angestellten”, meinte er. “Dann wird es um die Frage gehen, ob das Unternehmen verkauft werden kann. Und dann müssen wir die Lage genau durchleuchten. Das werden wir in den nächsten 48 Stunden tun.”

Air Australia ist eine verhältnismäßig kleine Fluglinie mit gerade mal fünf Flugzeugen und rund 300 Mitarbeitern. Die betroffenen Passagiere sind empört. “Das Schlimmste ist, dass niemand hier ist, um uns zu helfen”, beklagen sich zwei junge Mädchen am Flughafen Brisbane. “Wir haben versucht, anzurufen, aber niemand hebt ab.” Eine etwas ältere Frau nimmt’s gelassen: “Ich habe so etwas mit verschiedenen Fluglinien in den letzten Jahren oft erlebt, das ist offenbar einfach der Lauf der Welt.” Und eine andere Reisende ist “tief enttäuscht” – “aber was kann man da schon machen?”

Die Antwort: Warten – und genau das ist es, was die Passagiere tun. Aber auch dass es mittelfristig wieder Flüge gibt, ist eher unwahrscheinlich. Air Australia empfahl den Reisenden bereits, sich nach anderen Fluglinien umzusehen.