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Gerhard Richter in Berlin

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Gerhard Richter in Berlin

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Gerhard Richter ist wieder zu Hause. Kurz nach seinem 80. Geburtstag hat in der Neuen Nationalgalerie in Berlin seine Ausstellung “Panorama” eröffnet. Hier hängt alles, was Richter berühmt gemacht hat. Seine Familienbilder und die poetischen Wolken, Blumen und Seestücke sowie die abstakten Farbfelder und die expressiven, bunten Wisch-Gemälde. 140 Gemälde von 1962 bis heute. Vielfältig, perfekt, einzigartig und wunderschön. Kuratorin Dorothee Brill meint, man könne die Werke auf unterschiedliche Art geniessen. Ganz leidenschaftlich, auch ohne theoretischen Hintergrund, aber auch auf abstrakte, analytische Art. Richter ist einer der wichtigsten Künstler der Welt, auch über Deustchlands Grenzen hinaus. Gerade erst war seine Arbeit in der Tate Gallery in London zu sehen. Auftritte in den Medien meidet der Kölner in der Regel, in Berlin hat er den Journalisten aber ein paar Fragen beantwortet. Es sei eine wundervolle Ausstellung, so Richter, vielleicht ein wenig teuer, wenn man mal betrachte, was die Installation alles gekostet habe. Gerhard Richter hat in den vergangenen Jahren einen riesigen Popularitätsschub erhalten. Die Preise für seine Bilder sind allein in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um 319 Prozent gestiegen. Die Ausstellung “Panorama” ist in Berlin noch bis zum 13. März zu sehen.

Jahre alter Maler aus Köln: Gerhard Richter. Nur ein paar Schritte von der Berlinale entfernt eröffnet er seine Ausstellung “Panorama” in der Neuen Nationalgalerie. Ein grandioses Spektakel. Noch nie war ein deutscher Maler so populär wie Gerhard Richter. Sein Bild “Betty”, ein Porträt der Tochter im rot-weiß-geblümten Mantel, sehen viele als modernes Gegenstück zur “Mona Lisa”. Richter selbst glaubt, dass es das meistgedruckte Gemälde der Gegenwartskunst ist, verbreitet auf Plakaten, Postkarten und Buchcovers. Sammler in der ganzen Welt lieben und verehren ihn. Sogar einer wie Silvester Stallone sagt: “Ich liebe Gerhard Richters Bilder, er ist der wunderbarste Maler, den wir im Moment haben.” Sein Bild “Kerze” brachte kürzlich auf einer Auktion zwölf Millionen Euro. Dem Künstler ist das unheimlich. “So ein Preis”, findet er, “ist unanständig und irrsinnig.”