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"La Chispa de la Vida" und "Parada" auf der Berlinale

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"La Chispa de la Vida" und "Parada" auf der Berlinale

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Die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek hat bei den Filmfestspielen in Berlin ihren neuen Film vorgestellt. “La Chispa de la Vida” ist eine Satire über einen arbeitslosen Mann, der nach einem Unfall versucht, die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken, um damit Geld zu verdienen. Regie führte der Spanier Alex de la Iglesia: “Nun, es ist ein merkwürdiger Film”, sagt er, “wissen Sie, ein verrückter Film. Es ist ein Drama, wie das Leben, wissen Sie, mein Leben ist so.” Einen Bären kann die Satire über die Mechanismen der Mediengesellschaft in Berlin aber nicht gewinnen, da sie in der Nebenreihe “Berlinale Special” läuft. Erzählt wird die Geschichte eines mittlerweile arbeitslosen Werbetexters, den die Gesellschaft mit Missachtung straft. Mit dem Werbespruch „Der Funke des Lebens“ für Coca-Cola fing für den Werbetexter Roberto alles an und ihm wurde eine vielversprechende Karriere vorausgesagt. Doch das ist schon lange her. Inzwischen ist er arbeitslos und Familienvater. Wenn er nun versucht, bei seiner alten Firma anzuklopfen, will man ihn nicht mehr kennen.

Die Komödie “Parada” des serbischen Regisseurs Srdjan Dragojevic handelt von einem schwulen Paar, das in Belgrad trotz massiver Widerstände durch rechte Schläger, aber auch von staatlicher Seite, eine Gay Pride Parade abzuhalten versucht. Dass ausgerechnet ein brutaler Kriegsveteran zum Garanten ihrer Sicherheit wird, gehört zu den vielen absurd-komischen Wendungen des Films. Auf der Berlinale stellte Regisseur Dragojevic seinen Film vor: “In meinem Film geht es um einen harten Sachverhalt, die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen. Und das in einer der homophobsten Regionen der Welt”, sagt Dragojevoc, “ich bin stolz, dass ich hier bin, denn ich denke Berlin ist das perfekte Festival für meinen Film. Es geht um politische Aspekte, ‘Parada’ ist sicher ein politischer Film.” Ein serbischer Gangster, Kriegsveteran und Betreiber einer Firma erhält den Auftrag, die Schwulen- und Lesbenparade in Belgrad zu beschützen. Dabei bekommt er allerdings ziemlich schnell auch ein Problem, denn seine Mitarbeiter sind hochgradig homophob und weigern sich, Schwule und Lesben zu schützen.