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Libyen gedenkt des beginns des Aufstands gegen Gaddafi

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Libyen gedenkt des beginns des Aufstands gegen Gaddafi

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Libyen hat am Freitag den ersten Jahrestag des Aufstandes gegen Muammar Al-Gaddafi begangen. Auf offizielle Feierlichkeiten verzichten die neuen Machthaber – aus Respekt vor den 15.000 Opfern, die der Umsturz gefordert hat.

Nicht alle Libyer sind mit dem seither Erreichtem zufrieden. “Die Revolution hat viel Gutes erreicht, wir sollten geduldig warten, bis unsere Forderungen erfüllt sind”, findet Abu Schenaf El-Scheichi. “Die Revolution vom 17. Februar hat noch nicht alle Ziele erreicht. Der Übergangsrat soll die Forderungen der Menschen erfüllen und die Krise überwinden”, meint Walid Al-Fassi.

In Bengasi und Tripolis waren die Sicherheitsmaßnahmen am Jahrestag verschärft worden. In der Oasenstadt Al-Kufra kam es zu Gefechten zwischen Gaddafi-Anhängern und Revolutionsbrigaden.

Der Aufstand gegen Gaddafi hatte vor einem Jahr mit Protestkundgebungen in Bengasi und Al-Baidha in Ostlibyen begonnen. In der Hauptstadt Tripolis übernahmen die von der NATO durch Luftangriffe unterstützten Revolutionstruppen im August die Macht.