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Streik in FRA: 200 gegen den Rest des Flughafenpersonals

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Streik in FRA: 200 gegen den Rest des Flughafenpersonals

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Am Frankfurter Flughafen streiken rund 200 Vorfeldmitarbeiter weiter. Reisende müssen sich auf massive Behinderungen einstellen: Heute soll der Ausstand doppelt so lange dauern wie tags zuvor: Von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Am Donnerstag war knapp ein Drittel der Flüge ausgefallen. Die Streikenden wollen höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen erzwingen.

Ein Fluggast:

“70 Prozent mehr Gehalt, das ist ein bisschen unrealistisch. Sieben Prozent, das kann man verstehen, aber 70 Prozent, das ist Schwachsinn.”

Auch Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa kritisierten die Streikenden scharf. “Wir fühlen uns erpresst”, so Fraport. Andere Gewerkschaften und Verbände verurteilten das Vorgehen der
Gewerkschaft der Flugsicherung GdF als unsolidarisch und egoistisch.

Markus Siebers, Gewerkschaft der Flugsicherung GdF:

“Es geht um Arbeitszeiten, es geht um Regenerationspausen, es geht um Schichtplansysteme, teilweise sitzen die Leute und arbeiten sieben Tage am Stück bei nur zwei Tagen frei. Das halten wir für eher unverantwortlich in dem Bereich.”

Auf dem Flugplan für heute sind bereits ein Viertel der gut 1000 Flüge gestrichen. Ohne Zugeständnisse will die Gewerkschaft den Streik nächste Woche noch verschärfen. Der Flughafen Frankfurt am Main beschäftigt insgesamt mehr als 19 000 Mitarbeiter.

mit dpa, Bloomberg