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Chinas Vize-Außenminister reist nach Syrien

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Chinas Vize-Außenminister reist nach Syrien

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Die Lage in Syrien bleibt kritisch. Ungeachtet der Resolution durch die UN-Vollversammlung hat die syrische Armee ihre Angriffe auf die Protesthochburg Homs fortgesetzt. Laut den Aufständischen waren es die schwersten Attacken seit mehreren Wochen. Tausende Menschen seien von der Außenwelt abgeschnitten, hieß es, jede Minute würden Raketen abgefeuert. Bestätigt wurden diese Berichte von der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Unterdessen ist der chinesische Vize-Außenminister Zhai Jun in Damaskus eingetroffen. Unter anderem kam er zu Gesprächen mit dem stellvertretenden syrischen Aussenminister Ahmad Arnous zusammen. Schon vor seiner Abreise hatte Zhai die chinesische Haltung bekräftigt: Peking lehnt eine Militärintervention und einen vom Ausland erzwungenen Sturz des Regimes ab und stemmt sich auch im UN-Sicherheitsrat gegen eine entsprechende Resolution.

Die Syrer selbst setzen Hoffnungen auf den Gast aus China. “Der Besuch könnte helfen, den Dialog in Syrien in Gang zu bringen”, meint ein Passant. “Wir brauchen den Dialog.” Und auch ein anderer Mann hat große Erwartungen: “Der chinesische Minister bringt Hoffnung nach Syrien und hilft uns. Ich hoffe, er zeigt sich als unparteiischer Vermittler.”

Zhai Juns Reise nach Syrien ist der erste Besuch eines chinesischen Regierungsvertreters seit Anfang Februar. Damals hatte Peking gemeinsam mit Moskau im UN-Sicherheitsrat einen von den arabischen und westlichen Staaten eingebrachten Resolutionsentwurf mit seinem Veto blockiert.