Eilmeldung

Eilmeldung

Gestrandete iranische Volksmujaheddin sollen den Irak verlassen

Sie lesen gerade:

Gestrandete iranische Volksmujaheddin sollen den Irak verlassen

Schriftgrösse Aa Aa

Rund 400 iranische Volksmujaheddin sind unter UN-Vermittlung vom irakischen Camp Ashraf in ein Lager nahe der Hauptstadt Bagdad gebracht worden. Die Angehörigen der militanten iranischen Opposition hatten sich Mitte der 1980er Jahre – während des iranisch-irakischen Krieges – nahe der Grenze zum Iran niedergelassen.

Sie gelten in der schiitisch dominierten Regierung des Irak als Hindernis für ein besseres Verhältnis zum Iran.

Faleh al Fayadh, irakischer Sicherheits-Beauftragter:

“Die Beteiligten haben sich geeinigt, wie man die Anwesenheit dieser Leute auf irakischem Boden beenden könnte – sie werden ins Camp Liberty gebracht. Dann verlassen sie den Irak, werden entweder in andere Länder abgeschoben oder gehen zurück in die islamische Republik Iran, wenn sie wollen.”

Im Camp Ashraf leben gut 3000 Menschen, seit rund drei Jahren steht das Lager unter – bisweilen gewaltsam durchgesetzter – Kontrolle des irakischen Militärs.

Die Volksmudschaheddin waren erheblich am Sturz des Schah-Regimes beteiligt, verloren aber nach der Islamischen Revolution den Kampf um die Vormachtstellung im Iran.

Die irakische Regierung hatte den Bewohnern von Camp Ashraf ursprünglich bis Ende 2011 Zeit gegeben, das Lager aufzulösen.

mit Reuters, APA, AP