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Athen: Wieder Demonstrationen gegen Sparpolitik

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Athen: Wieder Demonstrationen gegen Sparpolitik

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Einen Tag vor dem Treffen der Euro-Finanzminister haben in Athen erneut Hunderte Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Die von EU und IWF geforderten Sparbeschlüsse stoßen in der Bevölkerung auf Unverständnis. Inzwischen hat sich eine neue Partei formiert, die sich “ReCreate Greece” nennt und eine andere Politik zugunsten der Menschen fordert. “Egal was die Eurogruppe entscheidet, das Problem Griechenlands sind nicht die Schulden, es sind die Mechanismen, die dazu geführt haben”, meint Parteigründer Thanos Tzimaros. “Selbst bei einem 100-prozentigen Schuldenschnitt würde das korrupte und parasitäre politische System gleich wieder neue Schulden machen.” Eine ältere Frau ist einfach verzweifelt: “Auch wenn wir keine Arbeiter wären, wären wir hier, weil unsere Kinder keine Arbeit finden. Die Politiker quälen uns, wie sollen wir denn von 500 Euro im Monat leben?”

Die Polizei schirmte den Bereich um das griechische Parlament ab. Die Euro-Finanzminister werden am Montag voraussichtlich ein Hilfspaket im Umfang von 130 Milliarden Euro freigeben, mit dem eine Staatspleite Griechenlands in letzter Minute abgewendet wäre.