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Weitere Unruhen vor Wahlen im Senegal

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Weitere Unruhen vor Wahlen im Senegal

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Eine Woche vor den Präsidentschaftswahlen im Senegal ist es in der Hauptstadt Dakar erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bereits den vierten Tag in Folge protestierten Hunderte Menschen gegen die Kandidatur des 85-jährigen Präsidenten Abdoulaye Wade, der sich um eine dritte Amtszeit bewirbt. Dies hatte ihm das Oberste Gericht gestattet, obwohl die Verfassung nur eine einmalige Wiederwahl zulässt. Die Polizei errichtete Straßensperren und ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Seit Juli vergangenen Jahres sind im Geschäfts- und Regierungsviertel von Dakar alle Kundgebungen verboten. Augenzeugen berichteten, dass bei den Zusammenstößen mehrere Menschen verletzt wurden. Die Sicherheitskräfte nahmen zahlreiche Aktivisten fest.

Für Polizisten und Sicherheitsbeamte ist die Wahl schon vorbei: Sie konnten bereits am Samstag, eine Woche vor dem eigentlichen Wahltag, ihre Stimme abgeben. Beim Urnengang am kommenden Sonntag werden weitere Ausschreitungen befürchtet.