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Euro-Finanzminister entscheiden über Griechenland-Hilfe

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Euro-Finanzminister entscheiden über Griechenland-Hilfe

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Für Griechenland geht es einmal mehr um alles oder nichts. In Brüssel kamen die Finanzminister der Euro-Zone zusammen, um über die Freigabe eines neuen Hilfspakets für Athen zu entscheiden. Gerechnet wird mit einer Zustimmung. Ein Aufschub der Entscheidung ist nicht möglich, weil Griechenland sonst die Staatspleite droht. Der Chef der Euro-Gruppe, der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker betonte: “Die griechische Seite hat viele Vorleistungen, die wir angemahnt hatten, erfüllt. Im übrigen bin ich der Auffassung, dass wir heute zu Potte kommen müssen, weil wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.” Zahlreiche Wirtschaftsfachleute haben jedoch Zweifel am Nutzen neuer Milliardenhilfen für das Land. Ziel ist, den Schuldenberg Griechenlands von 160 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 zu senken. Dieses Schuldenniveau gilt aus der Sicht der EZB, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds als tragfähig. Es muss sich allerdings noch zeigen, ob ein solches Niveau für ein Land, das seit Jahren um einen Ausweg aus der Rezession kämpft, tatsächlich tragfähig ist.