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Joachim Gauck: Bundespräsident in spe

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Joachim Gauck: Bundespräsident in spe

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Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Er war schon einmal im Sommer 2010 Kandidat für das höchste Amt, damals gewann Christian Wulff, der Wunschkandidat der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.

Alles kommt zu dem, der warten kann, sagt ein chinesisches Sprichwort. SPD-Chef Sigmar Gabriel kommentierte die Nominierung von Gauck mit den Worten: “Ende gut, alles gut”

Gauck selbst konnte bei der Pressekonferenz sein Glück noch gar nicht fassen: “Ich kann Ihnen jetzt in der Verwirrung meiner Gefühle keine Grundsatzrede abliefern. Das ist unmöglich. Ich komme aus dem Flieger. Ich war im Taxi als die Frau Bundeskanzlerin mich erreicht hat und ich bin noch nicht einmal gewaschen. Es schadet auch nicht, dass sie sehen, dass ich überwältigt und auch ein wenig verwirrt bin.”

Merkel lenkte ein, um einen Koalitionsbruch mit der FDP zu vermeiden. Der Präsidentschaftskandidat
wird damit von der CDU/CSU, der FDP, der SPD und den Grünen getragen. Eine Bürgerin meinte: “Und ich glaube vor allem auch, dass Frau Merkel über ihren Schatten gesprungen ist, das ist eine gute Sache. Und Gauck ist ein Bundespräsident mit dem wir alle ganz gut leben können.”

Einer jüngsten Umfrage zufolge wünschten sich 54 Prozent der Deutschen Gauck ins Schloss Bellevue.
Er soll dem Amt wieder zu Glanz verhelfen. Der frühere DDR-Bürgerrechtler und evangelische Pastor ist bekannt für seine Wortgewalt.

Offiziell soll Gauck am 18. März von der Bundesversammlung gewählt werden.