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Schwieriger Übergang in Ägypten

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Schwieriger Übergang in Ägypten

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Der junge Ägypter Mina Daniel ist bei einem Protestmarsch erschossen worden; einem Marsch im Oktober gegen die Herrschaft des Militärrats.

Der 25-jährige Mina gehörte auch zur Minderheit der koptischen Christen. Ihm ging es um die Verständigung zwischen den Glaubens- und Volksgruppen.

Die Panzerwagen wären an jenem Tag eine Art Zickzack gefahren, sagt seine Schwester, auf alles zu, was ihnen in den Weg kam. Irgendwann habe sie sich dann gefragt: Wo ist eigentlich Mina?

Man habe ihr gesagt, er sei im Krankenhaus. Auf dem Weg dorthin habe sie im Taxi einen Anruf von einer Freundin bekommen: Da habe sie erfahren, dass Mina nicht verwundet sei, sondern tot.

Schon vor gut einem Jahr musste
Langzeitmachthaber Hosni Mubarak abtreten: Vielen
Ägyptern gehen die Veränderungen seitdem zu langsam. Besonders gegen den Militärrat richtet sich
oft die Wut, der das Land faktisch nach wie vor beherrscht.