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Afghanistan: Proteste nach Koranverbrennung

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Afghanistan: Proteste nach Koranverbrennung

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Rund zweitausend Afghanen haben in der Stadt Bagram protestiert, in der Nähe der amerikanischen Luftwaffenkaserne. Nach Angaben der Provinzbehörden wurden dort Exemplare des Korans und andere islamische Schriften verbrannt. Einheimische Arbeiter, die den Müll abholten, hätten
Überreste der Bücher gefunden.

General John Allen, der Befehlshaber der westlichen ISAF-Truppen, entschuldigte sich beim afghanischen
Volk. Er habe eine Untersuchung angeordnet, sagte er außerdem: Und er verspreche, dass so etwas nie wieder vorkommen werde. Es sei in keiner Weise mit Absicht passiert.

Unruhen aus ähnlichem Grund gab es schon letztes Jahr: Damals hatte ein Pfarrer in den USA nach eigenen Angaben einen Koran verbrannt. Daraufhin stürmten im afghanischen Masar-i-Scharif aufgebrachte Menschen ein Gebäude der UNO. Elf Menschen wurden dort getötet, zumeist Ausländer. Zu tödlichen Unruhen kam es ebenfalls in der Stadt Kandahar.