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Griechenland-Hilfe: "Geld geht in die Taschen anderer"

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Griechenland-Hilfe: "Geld geht in die Taschen anderer"

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In Griechenland gab es auch nach der Einigung über das nächste Hilfspaket wieder Proteste. Diesmal waren es Staatsdiener und Tankstellenbetreiber, die auf die Straße zogen. Wegen der Einschnitte im öffentlichen Dienst die einen, die anderen, weil sie die Steuern auf Treibstoff und Heizöl gesenkt haben wollen. Die Preise an den Tankstellen sprechen für sich.

Die griechischen Medien sehen im neuen Hilfspaket eine einstweilige Rettung, aber keinen Anlass zum Feiern: Jetzt sei die Zeit der Umgestaltung und Neuordnung gekommen.

Und der Mann auf der Straße lässt sich nichts vormachen: Er sei alles Andere als optimistisch, denn all das Geld werde ja wieder in die Taschen derer fließen, die vorher Geld gegeben hätten. Von den 130 Milliarden Euro werde Griechenland nicht einmal 5 übrigbehalten. Was sei also der Gewinn dabei?

“Das Geld, das sie uns geben, landet doch in einem Safe, damit sie die Zinsen einkassieren können. Das sind Kredithaie”, schimpft ein anderer, für ihn sind Merkel und Hitler alle eins, Eroberer.

Auf Griechenland kämen neue Opfer, aber nun auch neue Perspektiven zu, kommentieren die Zeitungen, präsentieren das Führungsduo Papademos-Venizelos als Gallierhelden in Brüssel und erinnern daran, dass die Griechen letztlich ja selbst für ihre Misere verantwortlich seien.