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Iran: Gespräche sollen Atomkonflikt entschärfen


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Iran: Gespräche sollen Atomkonflikt entschärfen

Der Iran ist Medienberichten zufolge zu Präventivschlägen bereit, sollte die Regierung in Teheran die nationalen Interessen weiter bedroht sehen. Entsprechend soll sich der Vizechef des Militärs geäußert haben, hieß es.

Unterdessen zog die iranische Marine zwei vor Syrien im Mittelmeer stationierte Kriegsschiffe wieder ab. Sie durchfuhren den Suez-Kanal in Richtung Iran. Die Stationierung wurde im Westen als Drohung Teherans im andauernden Atomstreit gewertet.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Iran den ersten selbstgebauten Brennstab in einen Atomreaktor eingebaut – ein entscheidender Durchbruch für das umnstrittene Atomprogramm des Landes, das laut Teheran nur zivilen Zwecken dient, was der Westen aber nicht recht glaubt.

Unterdessen versucht ein Team der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA vor Ort, die Atomkrise politisch zu entschärfen. Der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast sagte, es handele sich bei den Besuchern nicht um ein Inspektions-, sondern um ein Experten-Delegation der IAEA. Ziel sei nicht die Kontrolle, sondern seien Gespräche über die Zusammenarbeit des Iran mit der Atomenergiebehörde.

Der Iran selbst erklärte seine Bereitschaft, wieder Gespräche über das Atomprogramm aufzunehmen. Nach einem Bericht der Behörde hat der Iran bis mindestens 2010 an Atomwaffen gearbeitet. Während der Iran mit einem Stopp der Öllieferung an einige europäische Länder dem EU-Boykott zuvorkommen will, sagte Außenminister Ali Akbar Salehi, für den Iran hätten gute Beziehungen zur EU hohe Priorität.

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