Eilmeldung

Eilmeldung

Russland: Präsidentschaftswahl bei Wölfen und Bären

Sie lesen gerade:

Russland: Präsidentschaftswahl bei Wölfen und Bären

Schriftgrösse Aa Aa

Im fernen Osten Russlands haben die ersten Menschen ihre Stimme für die anstehenden Präsidentschaftswahlen abgegeben. Die rauhe, romatische Region ist so abgelegen, dass die Wahlhelfer per Hubschrauber zu den Wählern flogen. Rund ein Prozent der russischen Wahlberechtigten leben in solchen Gegenden, etwa in Esso auf der Kamtschatka-Halbinsel. Wahlhelferin Anna Naltschimowa sagt:

“Das hier sind Rentierhirten. Sie leben in entlegenen und schwer zu erreichenden Gebieten. Wir waren auch schon bei Fischzüchtern, in diesen kleinen Siedlungen, wo sie leben.”

Dieses Zelt ist das Wahllokal. Die Menschen hier leben teils mitten im Wald in Kleinsiedlungen. Jetzt kamen sie extra zum Zelt, ließen ihre Rentiere zurück, trotz der lauernden Gefahren, die diese Gegend bereithält. Der Hirte Sergej Wassiliew sagt:

“Es gibt hier Bären, Luchse und Wölfe. Manchmal greifen sie einen an. Und man ist ganz alleine, während man die Herde hütet. Während wir hier unsere Stimme abgeben, passt niemand auf die Rentiere auf.”

Die Präsidentschaftswahlen beginnen eigentlich erst am 4. März. Doch das russische Wahlrecht sieht die Möglichkeit vor, dass Wähler in entlegenen Gebieten schon früher ihre Stimme abgeben können. Insgesamt in 37 Regionen finden solche Frühwahlen statt.