Eilmeldung

Eilmeldung

Sex-Partys mit Callgirls: Strauss-Kahn wieder bei der Polizei

Sie lesen gerade:

Sex-Partys mit Callgirls: Strauss-Kahn wieder bei der Polizei

Schriftgrösse Aa Aa

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wird wieder in einer Sex-Affäre von der Polizei vernommen: Der 62-Jährige fand sich an diesem Morgen zur Vorladung im nordfranzösischen Lille ein. Es geht um gesponsorte Callgirl-Partys und die Frage, ob Strauss-Kahn wusste, dass die Damen in der Runde Prostituierte waren. In diesem Fall droht ihm eine Anklage wegen Beihilfe zur Zuhälterei.

Zudem wurden die Partys im luxuriösen Carlton-Hotel in Lille und ähnliche Ausflüge nach Paris und in die USA laut Zeugenaussagen von zwei mit Strauss-Kahn befreundeten Unternehmern bezahlt, die dafür möglicherweise Firmengelder verwendeten.

“Wenn die Partys und Reisen über den Atlantik von einer großen französischen Unternehmensgruppe zu Zwecken der Prostitution finanziert wurden, dann ist das eine Veruntreuung von Firmengeld und bringt etliche Leute in Schwierigkeiten”, erläutert der Rechtsexperte Christopher Mesnooh. “Und wenn Strauss-Kahn wusste, dass dies teilweise oder ganz aus Firmengeldern finanziert wurde, dann würde er im geringsten Fall als Komplize bei der Veruntreuung von Betriebsvermögen gelten.”

Strauss-Kahn, der im vergangenen Jahr über den Sex-Skandal mit einem New Yorker Zimmermädchen stürzte, hatte selbst um seine Vernehmung in der Callgirl-Affäre gebeten. Er betont, nicht gewusst zu haben, dass es sich bei seinen Gespielinnen um Prostituierte handelte.