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Syrien: Homs weiterhin unter Armeebeschuss

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Syrien: Homs weiterhin unter Armeebeschuss

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Das syrische Homs liegt nach Angaben der Opposition weiterhin unter Beschuss der Armee. Erneut hätten Granaten das seit Wochen belagerte Viertel Baba Amro getroffen. Diesen Angaben zufolge wurden bei dem Beschuss erneut etliche Menschen getötet, darunter auch Kinder.

Auf der diplomatischen Ebene steht Freitag in Tunesien ein wichtiges Treffen an: Eine Zusammenkunft der so genannten Gruppe der Freunde Syriens, also unter anderem westlicher und arabischer Länder.

Russland hat allerdings abgesagt: Verschiedene Oppositionsgruppen seien eingeladen worden, aber keine Vertreter der Regierung, teilte das Außenministerium mit. Damit seien die Interessen eines großen Teils der syrischen Bevölkerung nicht vertreten.

Russland sei zudem weder über die Tagesordnung noch über die Teilnehmerliste informiert worden. Vor allem aber sei die wirkliche Stoßrichtung der Initiative nicht klar, sagte der Sprecher des Ministeriums: Russland sei besorgt, dass das Treffen zu einer internationalen Koalition wie in Libyen und damit zu einer gewaltsamen Einmischung führen könnte.

Die Proteste gegen Syriens Machthaber dauern nun schon bald ein Jahr. Vermittlungsversuche wie zuletzt der Beobachtereinsatz der Arabischen Liga blieben ohne Ergebnis: Die gewaltsame Niederschlagung der Unruhen geht unvermindert weiter. Das Regime von Staatspräsident Baschar Assad reagiert auf die Proteste mit starker Hand; Reformversprechen gab es nur vereinzelt, und sie blieben ohne weitere Folgen.