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Homs zurückgebombt ins Zeitalter der Brieftaube

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Homs zurückgebombt ins Zeitalter der Brieftaube

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Die Protesthochburg Homs ist weiter unter Beschuss der syrischen Streitkräfte, minütlich schlagen Raketen ein. Nach Angaben der Opposition sind bei dem jüngsten Angriff mindestens 100 Menschen getötet worden.

Die Bewohner leben seit Wochen in den Kellern. Aus Angst vor den Scharfschützen trauen sie sich nicht auf die Straße. Teilweise kommunizieren sie mit Brieftauben.

Das Rote Kreuz fürchtet eine humanitäre Katastrophe und bittet die Armee und die Rebellen um eine Waffenruhe.

Washington schließt mittlerweile Waffenlieferungen an die Rebellen nicht mehr aus. Victoria Nuland, die Sprecherin des US-Außenministeriums, erklärte: “Wenn wir den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad nicht dazu bringen können, nachzugeben, dann müssen wir vielleicht zusätzliche Maßnahmen ins Auge fassen.”

Die wenigen Ärzte in Homs benötigen dringend Medikamente und Verbandsmaterial, viele Verletzte können nicht behandelt werden.

Auch die Lazarette werden bombardiert und solange die Belagerung und der Beschuss andauern, sind keine Hilfslieferungen möglich. Die Versorgungslage wird immer schlechter, in Homs gibt es nichts mehr zu essen.