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IAEA-Inspektorenbesuch eine Enttäuschung

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IAEA-Inspektorenbesuch eine Enttäuschung

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Der Besuch des Expertenteams der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA im Iran blieb erfolglos: Bei ihrer Rückkehr nach Wien räumten die Experten ein, dass sie sich während ihres zweitägigen Aufenthalts bei keinem ihrer Ansätze mit dem Iran verständigen konnten.

Chefinspektor Herman Nackaerts betonte, die Delegation sei in konstruktivem Geist gekommen, sie habe versucht, eine Einigung über den Weg zu finden, wie man die offenen Fragen lösen könne, und vor allem habe sie die mögliche militärische Dimension des iranischen Nuklearprogramms besprochen. Sie habe außerdem vergeblich versucht, Zugang zu einem für die Ermittlungen wichtigen Standort zu bekommen.

Am betreffenden militärischen Standort werden möglicherweise Nuklearwaffentests simuliert. Das Expertenteam wird nun dem Direktor der IAEA Bericht erstatten, und im März wird sich der Gouverneursrat der Atomenergiebehörde mit dem Thema befassen.

Der Iran trotzt derweil weiter. Ölminister Rostam Qasemi bekräftigte, dass trotz der internationalen Sanktionen der Ölverkauf auf dem internationalen Markt keine Probleme bereite, man habe genügend Kunden und verbündete Länder.

Nach dem Besuch der Inspektoren versicherte der Iran erneut, nicht nach Atomwaffen zu streben. Russland verwies darauf, dass die besagte Militäranlage schon früher von der IAEA kontrolliert worden sei, mahnte aber auch mehr Zusammenarbeit des Irans mit der Behörde an.