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Präsidentschaftskandidat Wladimir Schirinowski

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Präsidentschaftskandidat Wladimir Schirinowski

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Der hier vor seinen Anhängern steht ist der Parteichef Wladimir Schirinowski.
Es heißt, die Partei sei 1991 unter der Regie des KGB gegründet worden.
Zu belegen ist, dass Schirinowski 1992 der Partei ihren heutigen Namen gab.
Er machte sie zum Auffangbecken für Leute mit nationalistischem Gedankengut.
Sein Politikstil ist dabei extrem populistisch.

Seine Partei ist im rechtsextremen Spektrum Russlands angesiedelt.

So zeigte sich der französische, deutsch, englisch und türkisch sprechende Schirinowski auch mit Jean-Marie Le Pen, dem Stammvater der französischen Rechtsextremen.

“Liberal” ist an dieser Partei nur der Name. In der praktischen Politik setzt er auf eine Bevorzugung der Russen.

Schirinowskis Pöbeleien und Prügeleien sind Legende. Sie passen perfekt in das populistische Bild vom gestandenen russischen Mannsbild, das auch körperliche Auseinendersetzungen nicht scheut.

Geboren wurde dieser Mann 1946 im kasachischen Alma-Ata als Wladimir Wolfowitsch Eidelstein. In der Sowjetunion studierte er erst Turkologie, dann an der Partei-Universität internationale Beziehungen und schließlich im Fernstudium Jura.

Wenn er gegen die “Eliten im Wirtschaftsleben” wettert, trifft er genau die Befindlichkeit der Verlierer des schnellen Übergangs vom Kommunismus zum Turbo-Kapitalismus. Mit russischer Folklore unterlegt ist das ein erfolgreiches Wahlkampfmodell.

Seine Partei war lange drittstärks Kraft in der Duma. Und bei der vorigen Präsidentenwahl 2008 bekam Schirinowski respektable 9,3 Prozent.