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Wahlen im Jemen werden von Gewalt überschattet

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Wahlen im Jemen werden von Gewalt überschattet

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Im Jemen hat die Bevölkerung einen Nachfolger für den entmachteten Präsidenten Ali Abdullah Salih gewählt. Salih, der den Jemen mehr als 30 Jahre lang regierte, hat sich in die USA abgesetzt. Er hinterlässt ein armes Land, das sich am Rande eines Bürgerkriegs befindet.

Zur Wahl stand nur ein Kandidat: Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Der General war ein enger Vertrauter Salihs. Mansur Hadi soll für eine Übergangszeit von zwei Jahren im Amt bleiben. Danach wird erneut gewählt. Viele Jemeniten hoffen auf einen Neuanfang.

Ein UN-Gesandter erklärte: “Niemand darf auf Gewalt zurückgreifen, um den Wahlprozess zu behindern. Die Resolution des Sicherheitsrates hat alle Parteien dazu aufgerufen, Gewalt zu verurteilen und keine Gewalt für politische Zwecke zu nutzen.”

Im Süden des Landes überschattete Gewalt den Wahltag. Mindestens zehn Menschen wurden getötet und etliche verletzt.

Die Separatisten im Süden riefen zu einem Boykott der Wahl auf. In der Hafenstadt Aden wurden mehrere Wahlbüros angegriffen.