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Wütende Proteste gegen Koranverbrennung

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Wütende Proteste gegen Koranverbrennung

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In Afghanistan halten die Proteste gegen die Amerikaner an. Die Menschen sind wütend darüber, dass in der amerikanischen Luftwaffenkaserne von Bagram Exemplare des Korans verbrannt worden sind, um sie zu entsorgen. Afghanische Arbeiter hatten den Behörden davon berichtet.

Die Bücher seien Soldaten aus Versehen zum Verbrennen gegeben worden, sagt General Carsten Jacobson, Sprecher der westlichen ISAF-Truppen. Das habe nichts mit Religion und nichts mit dem Islam zu tun. Es sei einfach ein Fehler gewesen.

Die Proteste begannen gestern und haben inzwischen mehrere afghanische Städte erfasst. Mehrere Demonstranten wurden bei den Kundgebungen erschossen – ob durch Polizei oder zum Beispiel westliche Sicherheitsfirmen, ist noch unklar. Afghanistans Präsident rief seine Landsleute zur Mäßigung und zu einem Ende der Gewalt auf.