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Der Eurozone droht ein tristes 2012

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Der Eurozone droht ein tristes 2012

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Die Eurozone trudelt in die Rezession: Erstmals seit zweieinhalb Jahren ist die Wirtschaft in den Euro-Staaten wieder geschrumpft. Dabei war 2011 eigentlich ein gutes Jahr, in dem die Wirtschaft im Euroraum um 1,5 Prozent zulegte. Zu Jahresende allerdings kippte der Trend. Laut der Prognose der EU-Kommission wird sich die Wirtschaft 2012 schlechter entwickeln als bisher angenommen. “Das Bruttoinlandsprodukt in der gesamten EU wird 2012 wahrscheinlich unverändert bleiben”, sagte Wirtschaftkommissar Olli Rehn, “während die Eurozone in eine leichte Rezession eintritt.”

Um 0,3 Prozent wird die Wirtschaft der Eurozone 2012 laut der Kommission voraussichtlich schrumpfen – und das trifft vor allem die Krisenländer Spanien, Italien, Portugal und Griechenland. Gerade Lissabon und Athen ziehen mit ihren schlechten Wirtschaftsdaten den gesamten Euroraum in die Rezession. Für die bisherige Konjunkturlokomotive Deutschland wird immerhin noch ein Mini-Wachstum von 0,6 Prozent prognostiziert.

Ein Problem für die Krisenstaaten bleibt die hohe Arbeitslosigkeit. In Spanien etwa hat jeder zweite Jugendliche keinen Job. Leichte Entwarnung gibt es hingegen hinsichtlich der Inflation. Die Inflationsrate der Eurozone soll in diesem Jahr bei 2,1 Prozent und damit nicht allzu weit über der Zielvorgabe der EZB liegen.