Eilmeldung

Eilmeldung

DSK droht Anklage wegen Zuhälterei

Sie lesen gerade:

DSK droht Anklage wegen Zuhälterei

Schriftgrösse Aa Aa

Den Polizeigewahrsam durfte EX-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn jetzt zwar verlassen, allerdings droht ihm nun eine Anklage wegen der Beteiligung an illegalen Sex-Partys. Fast zwei Tage war er in Lille von der Polizei befragt worden, am 28. März werden die Richter ihn erneut vorladen und dann verkünden, ob sie Anklage erheben oder nicht. Das verlautete aus Justizkreisen.

Strauss-Kahns Anwältin Frédérique Baulieu sagte: “Endlich konnte er tun, was er schon seit Monaten tun wollte, nämlich alle Fragen an ihn beantworten. Und das hat er auch vollständig und ruhig getan. Die Angelegenheit hat sich sehr gut entwickelt.”

Strauss-Kahn wird verdächtigt, an schwerer bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein. Es geht um die Frage, ob er bei seiner Teilnahme an Sexpartys in verschiedenen Städten wusste, dass die Frauen Prostituierte waren. Außerdem könnte er von veruntreuten Firmengeldern profitiert haben, so die Ermittler.

In New York soll der Prozess in einer Zivilklage gegen Strauss-Kahn wegen Vergewaltigungsvorwürfen am 15. März beginnen. Strauss-Kahn galt bis zu der Affäre als aussichtsreicher Kandidat für die Präsidentenwahl in Frankreich.