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EU will die Ukraine wärmedämmen

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EU will die Ukraine wärmedämmen

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Der strenge Winter hat es gezeigt: In der Ukraine wird viel Energie und Wärme einfach in die Luft geblasen. Einfachste Wärmedämmung ist kaum vorhanden, und das in einem Land, das gleichzeitig auf teure Erdgaseinfuhren angewiesen ist.

Das EU-Programm EEMSUC soll das jetzt ändern, mit landesweit zehn Vorhaben. Verantwortlich ist die Agentur Inogate, hinter der ebenfalls die EU steht: Sie soll die meisten ehemaligen Sowjetrepubliken sowie die Türkei in Energiefragen unterstützen.

Energieverbrauch und Wärme sollten optimiert werden, sagt Inogate-Projektleiter Roberto Lo Cicero in einer Grundschule mit Kindergarten der Stadt Jagotyn, die als Pilotprojekt dient. Dann könnten andere diesem Beispiel folgen.

Diese Schule ist ein Paradebeispiel: Ein nichtssagender Zweckbau über zwei Etagen, siebzehn Jahre alt. Von Anfang war er mit Baumängeln behaftet. Die Wärmeverluste sind bisher enorm. 200.000 Euro soll die Wärmemodernisierung dieses Gebäudes kosten, anderthalb Millionen Euro stehen insgesamt zur Verfügung.

Wie die Schule in Jagotyn liegen auch die anderen Vorhaben in kleineren Städten: Diese Städte haben meist keine eigenen Fachleute und keine Erfahrung mit derartigen Modernisierungen. 77 Orte hatten sich für das Programm beworben.

Kein Ärger mehr mit Russland wegen Gaseinfuhren -das könnte einmal das Ergebnis dieser kleinen Pilotprojekte sein. Diese Vorstellung klingt für viele verlockend – auch für die EU, die wegen der russisch-ukrainischen Streitigkeiten in den letzten Wintern immer wieder einmal um die Erdgasversorgung bangen musste.