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Rache für Koran-Verbrennung? ISAF-Soldaten getötet

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Rache für Koran-Verbrennung? ISAF-Soldaten getötet

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Nach der Koran-Verbrennung in Afghanistan haben die Taliban die Bevölkerung aufgerufen, ausländische Soldaten zu töten. Ein afghanischer Soldat erschoss zwei Soldaten der ISAF. Ob er dem Aufruf folgte, war zunächst unklar. Bei den anhaltenden Protesten in Kabul und anderen Landesteilen kam erneut ein Demonstrant ums Leben. Er habe zusammen mit anderen versucht, ein Polizeihauptquartier zu stürmen, hieß es. Schon in den Tagen zuvor waren mehrere Demonstranten bei den Protesten ums Leben gekommen.  
 
Die Umstände der Koran-Verbrennung am Militärstützpunkt Bagram wurden laut ISAF inzwischen von eigenen Mitgliedern und Vertretern der afghanischen Regierung untersucht. Die Koranschriften waren dort Gefängnisinsassen zur Verfügung gestellt und später zur Entsorgung zu einer Verbrennungsanlage gebracht worden.
 
Die Entschuldigungen der US-Regierung und der Internationalen Schutztruppe konnten die Gemüter nicht beruhigen.