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Somalia-Konferenz: Hilfe für "gescheiterten Staat"

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Somalia-Konferenz: Hilfe für "gescheiterten Staat"

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Politiker aus aller Welt suchen in London nach Lösungen für Somalia. Das ostafrikanische Land gilt nach zwanzig Jahren Bürgerkrieg, Hungersnöten und Terrorismus als gescheiterter Staat.

Die britischen Gastgeber versuchen, die Erwartungen an die Konferenz nicht allzu hoch zu hängen: Es gehe vor allem darum, die internationalen Anstrengungen besser zu koordinieren. Kritiker bemängeln, dass es wieder einmal nur um schöne Worte gehe.

Die EU-Kommission hatte schon zuvor Bereitschaft zu stärkerer Unterstützung angekündigt. Mit Entwicklungshilfe von über 400 Millionen Euro über fünf Jahre ist die EU der größte Geldgeber.

Der Kampf gegen Somalias Piraten wird ebenfalls stark von ihr getragen. Neben den Piraten bereiten die Al-Kaida-nahen Al-Schabab-Milizen ein wachsendes Problem. Die vom Westen gestützte Übergangsregierung hat ihnen kaum etwas entgegenzusetzen, sie kontrolliert nur Teile des Landes.

Erst am Vortag der Konferenz hatte der Weltsicherheitsrat die Aufstockung der Friedensmission in Somalia um gut ein Drittel auf über 17.000 Mann beschlossen. Beobachter fragen sich, wie weit die internationalen Bemühungen angesichts der Clan-Strukturen im Land überhaupt greifen können.