Eilmeldung

Eilmeldung

Somalia-Konferenz in London beendet

Sie lesen gerade:

Somalia-Konferenz in London beendet

Schriftgrösse Aa Aa

Der Kampf gegen die Piraterie und die dem Terrornetzwerk al-Kaida nahe stehenden islamistischen al-Shabaab-Milizen gehörten zu den zentralen Themen der internationalen Somalia-Konferenz, die an diesem Donnerstag in London zu Ende geangen ist.

Somalias Ministerpräsident Abdiweli Mohammed Ali sagte, er könne sich ein erweitertes militärisches Engagement der internationalen
Gemeinschaft gegen Terroristen in seinem Land vorstellen.

US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, man werde die internationale Gemeinschaft dazu ermutigen, weitere Sanktionen gegen diejenigen innnerhalb und außerhalb der Übergangsregierung zu verhängen, die versuchten, den Friedensprozess in Somalia aufzuhalten oder den Übergangsprozess gar zu verhindern. Dazu gehörten auch Reiseverbote und das Einfrieren von Konten.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu betonte, es sei wichtig, kurzfristig humanitäre Hilfe zu leisten und langfristig den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu unterstützen. Dazu müsse man Präsenz vor Ort zeigen.

In London demonstrierten Somalier gegen die Konferenz. Nach ihrer Auffassung wurde dort nicht über die Interessen Somalias beraten, sondern über die Interessen der Teilnehmerländer. Somalia wird von einer Übergangsregierung geführt, deren Einfluss kaum über die Grenzen der Hauptstadt Mogadischu hinaus reicht. Ihr Mandat endet im August.