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Apple-Kunden: "Reichtum verpflichtet"

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Apple-Kunden: "Reichtum verpflichtet"

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Vor einer Aktionärsversammlung haben Kunden vor dem Apple-Firmensitz in Kalifornien für bessere Arbeitsbedingungen bei Subunternehmern demonstriert. Vor allem die chinesische Firma Foxconn war nach einer Selbstmordserie und Streiks unter Verruf geraten.

Apple ist an der Börse die wertvollste Firma der Welt und sitzt auf einer Barreserve von mehr als 70 Milliarden Euro. Heide Pearlmutter, eine Mitarbeiterin: “Wir sind hier, weil wir die Bedingungen nicht ertragen können, unter denen diese Telefone gebaut werden. Wir gehören selbst zur arbeitenden Bevölkerung. Und wir meinen, dass die Leute ein Recht haben auf ein gutes Gehalt und vor allem auf ein sicheres Arbeitsumfeld.” Ihr Kollege Mary Williams fügt hinzu: “Ich bin Apple-User und fühle mich verpflichtet, sicherzustellen, dass meine Lieblingsfirma für gute Arbeitsbedingungen steht.”

Bei Foxconn wird in 12-Stunden-Schichten gearbeitet, zu einem Stundenlohn von 1,33 Euro. Die Apple-Aktie hat im vergangenen Halbjahr mehr als zwei Drittel zugelegt. Der Konzern schüttet seit 17 Jahren keine Dividende mehr aus – bis zu seinem Tod im vergangenen Oktober hatte der frühere Firmenchef Steve Jobs die Überschüsse lieber in neue Produkte gesteckt oder gebunkert.

mit Reuters