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Mittelständler profitieren von EU-Fördermitteln

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Mittelständler profitieren von EU-Fördermitteln

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Als sechstgrößter Wirtschaftsraum der Eurozone
geht Belgien einer Rezession entgegen. Dort fällt es kleinen und mittleren Unternehmen schwer, sich zu entwickeln. Andererseits liegt die Arbeitslosenquote in Belgien bei 7 Prozent. Das ist dreimal weniger als in Spanien.

Vor fünf Jahren haben Michel Loiseau und Bruno Thieffry Video Promotion übernommen, ein belgisches Unternehmen, das sich auf technische Anlagen für das Fernsehen spezialisiert hat. Trotz der Krise stieg der Umsatz um 15 Prozent pro Jahr. “Wir müssen die Krise meistern”, sagt Michel Loiseau. “Zuletzt hatten wir den Auftrag für ein kleines Produktions-Studio für 50.000 Euro, das ist sehr wenig in unserer Branche. Die Auftraggeber sagten, das ist das Budget, macht es oder nicht. Es ist eine Chance. Auch in Krisenzeiten.”

Um das Abenteuer zu beginnen, brauchten sie über eine Million Euro Kapital. Bruno und Michel bekamen zwei Absagen von großen belgischen Banken, weil sie keine ausreichenden Sicherheiten hatten. “Glücklicherweise sind wir auf die europäischen Finanzierungsmöglichkeiten gestoßen, die in Belgien von dem Brüsseler Garantiefonds und dem Investitionsfonds verteilt werden”, sagt Bruno Thieffry. “Sie haben unsere Vergangenheit durchleuchtet, unseren Antrag geprüft und dann beschlossen, uns Fördermittel zu gewähren.”

Beim Sender RTBF haben sie ihren ersten großen Auftrag an Land gezogen. Der Direktor schätzt besonders den Geist der Mittelständler: “Man gewinnt den Eindruck, dass sie ein Teil unseres Senders sind. Das ist schon erstaunlich. Vielleicht ist das der Effekt eines kleinen Unternehmens, man hat das weniger mit großen Firmen, die arbeiten sehr viel formaler”, so RTBF-Direktor Pascal Bodengheim.

Es ist der Erfolg eines Duos. Von zwei Männern, die sich vor 15 Jahren vor der Schule ihrer Kinder getroffen und die ihr Ego zu Hause gelassen haben.
Michel erklärt ihren Erfolg: “Bruno arbeitet mehr analytisch und ich mehr aus dem Bauch heraus. So gibt es zwei verschiedene Sichtweisen auf einen Auftrag. Seine Art passt besser zu einem Banker und meine funktioniert vielleicht besser bei einem Kunden. Von Zeit zu Zeit tauschen wir die Rollen, das ist ziemlich cool. Und wir haben Spaß dabei.”

Sie haben Spaß, aber sie arbeiten auch viel.Projektmanager Emmanuel Charlet arbeitet an neuen Projekten, wie zum Beispiel Video on Demand oder Internet-Fernsehen: “Wir besuchen Technologie-Messen in Amsterdam oder Las Vegas, um unsere Kunden zu treffen. Wir fahren auch hin, um neue Trends zu sehen und wir versuchen, neue Produkte und Technologien aufzustöbern, damit wir auch in Zukunft überleben.

In den letzten fünf Jahren ist das Unternehmen von 8 auf 14 Mitarbeiter gewachsen. Sogar ein neues Büro in Paris wurde eröffnet.

Serge Rombi von euronews : “Ihr Schlüssel zum Erfolg?”
Bruno: “Die Wertschätzung von allen Kompetenzen des Unternehmens.”
Michel: “Und immer eine Idee schneller sein!…“Seinen Partner herausfordern.”
Bruno: “Jetzt und in Zukunft.”