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Vor 70 Jahren ging die "Struma" unter

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Vor 70 Jahren ging die "Struma" unter

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In Istanbul haben mehrere Menschen an den Untergang des Donau-Dampfers “Struma” vor 70 Jahren erinnert. An Bord waren 769 Juden aus Rumänien und der Sowjetunion auf der Flucht vor dem NS-Regime.

Das Schiff war von einem sowjetischen Torpedo versenkt wurden. Alle starben, nur ein Passagier überlebte die Katastrophe. Zum ersten Mal wurde in Istanbul der Opfer gedacht. Ishak Alaton: “Wir haben für die Opfer noch keine Zeremonie abgehalten. Sie rotten dort vor sich hin. Es ist an der Zeit unseren Sünden gegenüber zu treten. Wir sollten sie offiziell zu Grabe tragen, damit wir Frieden schließen können.”

Das altersschwache Schiff war in Istanbul gestrandet, weil sich die Behörden aber nicht einig wurden, ließen sie die Struma nach 70 Tagen aufs Schwarze Meer schleppen. Dort wurde es dann von einem sowjetischen U-Boot abgeschossen.