Eilmeldung

Eilmeldung

Afrikanische Vorzeigedemokratie Senegal auf dem Prüfstand

Sie lesen gerade:

Afrikanische Vorzeigedemokratie Senegal auf dem Prüfstand

Schriftgrösse Aa Aa

Nach einem blutigen Wahlkampf mit Toten und Verletzten wird an diesem Sonntag in Senegal ein neuer Präsident gewählt. Der umstrittene Amtsinhaber Abdoulaye Wade stellt sich ein drittes Mal zur Wahl, wofür das oberste Gericht der westafrikanischen Vorzeigedemokratie allerdings erst ein juristisches Schlupfloch finden musste. Die Opposition sieht darin einen klaren Rechtsbruch.

Trotzdem stehen die Chancen des 85-Jährigen nicht schlecht. Von den 13 Gegenkandidaten könnte allenfalls der frühere Ministerpräsident Idrissa Seck Aussicht auf einen Achtungserfolg haben. Eine Kandidatur des Musikers Youssou N’dour verhinderte das Verfassungsgericht. 5,5 Millionen Senegalesen sind wahlberechtigt. Sollte keiner der Kandidaten am Sonntag eine absolute Mehrheit erreichen, wird es im März eine Stichwahl geben. Die religiösen Bruderschaften in diesem Land seien sehr mächtig sagt Euronews-Korrespondent Francois Chignac in Dakar.

Werden sie eine Wahlempfhlung aussprechen? Die Wahlergebnisse könnten jedenfalls neue Gewalt auslösen, so Chignac.