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Senegal wählt nach blutigem Wahlkampf

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Senegal wählt nach blutigem Wahlkampf

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Am heutigen Sonntag öffnen im Senegal die Wahllokale – es verspricht eine turbulente Wahl zu werden. Der amtierende Präsident Abdulaye Wade hat mit juristischen Finessen seine Zulassung für die Kandidatur um eine dritte Amtszeit durchgesetzt. Der überaus beliebte Sänger Youssou N’Dour wurde hingegen aus rechtlichen Gründen als Kandidat abgeschmettert.

Das empörte vor allem die Jungen im Land und zeitigte Wütende Proteste im Vorfeld der Wahlen mit einer blutigen Bilanz von mindestens sechs Toten und vielen Verletzten. Die Afrikanische Union bemühte sich um Deeskalation und schlug vor, Wade solle nur zwei weitere Jahre regieren dürfen. Doch das lehnten Anhänger wie Gegner Wades ab. Am Samstag blieb es in der Hauptstadt Dakar vergleichsweise ruhig. Trotzdem mehren sich die Befürchtungen, dass die stabile Vorzeigedemokratie Afrikas nach den Wahlen in eine Krise stürzen könnte. 5,3 Millionen Senegalesen sind zur Wahl aufgerufen.