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G20-Krisenrunde in Mexiko: Europa soll seinen Einsatz erhöhen

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G20-Krisenrunde in Mexiko: Europa soll seinen Einsatz erhöhen

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In Mexiko-Stadt sind die G20-Finanzminister und – Notenbankchefs zusammengekommen. An kontroversen Themen fehlt es den führenden Industrienationen und Schwellenländern nicht: – Die Euro-Schuldenkrise, – wie geht es nach der Einigung über das zweite Rettungspaket mit Griechenland weiter. – Und wer stockt die Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf.

Bei der Gelegenheit werden die Karten neu gemischt.

Guido Mantega, Finanzminister Brasiliens:

“Die Schwellenländer werden nur helfen, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind. Erstens, dass die Europäer selbst die Brandmauern verstärken, also mehr tun als beim dauerhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus vorgesehen. Dazu kommt die Neuverteilung der Stimmrechte beim Internationalen Währungsfonds.”

Auch G20-Länder wie die USA plädieren dafür, dass die Europäer selbst noch mehr Geld in die Hand nehmen müssten.

Deutschland lehnt eine Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ESM über die vorgesehenen 500 Milliarden Euro hinaus bisher ab.

Zur Zeit bindet Europa einen Großteil der Krisenhilfen und vorbeugenden Kreditlinien des Internationalen Währungsfonds. Der IWF würde seine Kriegskasse gern um gut 400 Milliarden Euro aufstocken, ein Drittel soll Europa liefern.

mit Reuters, dpa, AFP