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Prozess gegen Stiftungsmitarbeiter in Kairo

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Prozess gegen Stiftungsmitarbeiter in Kairo

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In Kairo hat der Prozess gegen Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und anderer Nichtregierungsorganisationen begonnen. Ihre Büros waren im Dezember durchsucht worden. Den insgesamt 43 Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen, in Ägypten ohne Lizenz gearbeitet und bestimmte Parteien unterstützt zu haben.

Unter den Angeklagten sind auch 19 US-Bürger.
Die amerikansiche Außenministerin Hillary Clinton sagte, die US-Regierung verfolge die Vergänge im Gerichtssaal genau. Sie werde sich über mögliche Konsequenzen für Ägypten aus dem Prozess äußern, wenn alles ausgewertet sei.

Zwischen Washington und Kairo kühlten die Beziehungen seit den Razzien gegen die Organisationen merklich ab. Die USA stellten Militärhilfen von jährlich 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,13 Milliarden Euro) infrage.

Zu der ersten Sitzung in einem Strafgericht in Kairo kamen am Sonntag nur sechs angeklagte Ägypter. Die anderen Beschuldigten ließen sich von ihren Anwälten vertreten.

Die Verlesung der Anklageschrift wurde von Tumulten begleitet. Die Verteidiger beklagten sich lautstark über die Justizbehörden. Vor allem monierten sie, dass ihnen die Anklageschrift zu spät vorgelegt worden sei und sie mehr Zeit für die Vorbereitung des Verfahren bräuchten. Der Richter rief die Anwälte mehrfach zur Ordnung und
schlug mit dem Hammer auf den Tisch. Nach knapp 20 Minuten unterbrach er die Sitzung und vertagte den Prozess auf den 26. April.

Angeklagt sind auch der Leiter des Kairoer Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Andreas Jacobs, und eine seiner Mitarbeiterinnen.