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Wahlen im Senegal: "Geh weg, alter Mann"

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Wahlen im Senegal: "Geh weg, alter Mann"

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Im Senegal hat Präsident Abdoulaye Wade seine Stimme abgegeben. Vor dem Wahllokal wurde er von Demonstranten beschimpft, die “Geh weg, alter Mann” riefen. Der 85-Jährige hätte eigentlich nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antreten dürfen, doch das Oberste Gericht ließ ihn als Kandidaten zu, – im Gegensatz zum weltbekannten Sänger Youssou N’dour, der vom Gericht von der Liste gestrichen wurde. Eine große Zahl seiner Unterschriften seien unlesbar und somit nicht nachprüfbar gewesen, hieß es zur Begründung.

“Wir werden nicht akzeptieren, dass Wade sich mit Wahlbetrug an die Macht putscht. Wir haben hart gearbeitet und die Senegalesen haben unsere Botschaft verstanden”, so N’dour.

Aboulaye Wade ist sich seines Sieges sicher. Französischen Medien sagte er, der Westen wolle sich einmischen, aber er sei nicht “der Hausneger”.

Sollte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichen, wird es im März eine Stichwahl geben. Wade gilt als klarer Favorit. Insgesamt stehen 14 Kandidaten zur Auswahl.

Bei Krawallen im Wahlkampf waren sieben Menschen getötet und viele verletzt worden.