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Assad stimmt ab - Homs kämpft

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Assad stimmt ab - Homs kämpft

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Die Volksabstimmung kann man in die Tonne kloppen: Für einige syrische Regimegegner war das Referendum über die neue Verfassung Anlass für eine Parodie im Wohnzimmer, die sie dann im Internet zeigten.

Die Opposition hatte zum Boykott des Referendums aufgerufen. Doch einig ist sie selbst nicht: Einige Mitglieder des oppositionellen Syrischen Nationalrats gaben an diesem Sonntag die Gründung einer eigenen Gruppe bekannt.

Während die Systemtreuen abstimmten, ging der Beschuss von Homs laut Aktivisten weiter. Die in Großbritannien angesiedelte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mehr als fünfzig Toten allein an diesem Sonntag.

Das Internationale Rote Kreuz und der Rote Halbmond verhandelten weiter mit Behörden und Oppositionellen über eine Feuerpause. Sie dringen immer noch auf eine Waffenruhe von zumindest zwei Stunden täglich, um Verletzte und Hilfebedürftige versorgen zu können.

Die syrischen Behörden hätten auf die Bitte nicht reagiert, hieß es. Nach einem erfolgreichen Einsatz am Freitag konnten so seitdem keine Verwundeten mehr aus Homs herausgebracht werden – darunter auch zwei Journalisten aus dem westlichen Ausland.