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Wirbel um angebliches Mordkomplott gegen Putin

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Wirbel um angebliches Mordkomplott gegen Putin

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Die Geheimdienste von Russland und der Ukraine haben angeblich ein Attentat auf den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin vereitelt. Laut dem vom Kreml kontrollierten Staatsfernsehen wollten drei Russen im Auftrag eines tschetschenischen Terroristen Putin nach der Präsidentschaftswahl am 4. März ermorden.

Der Sender zeigte Bilder der Festnahme im ukrainischen Odessa. Dort wurden im Januar und Februar zwei Verdächtige verhaftet, der dritte starb, als ein selbstgebauter Sprengsatz explodierte. Der ukrainische Geheimdienst bestätigte die Meldung inzwischen.

Daneben wurden Ausschnitte einem Verhör mit dem Verdächtigen Adam Osmajew gezeigt. Der Tschetschene Osmajew gestand darin offenbar die Anschlagspläne.

Auf seinem Laptop seien zudem Anschlagspläne und Aufnahmen der Regierungslimousine von Putin gefunden worden, hieß es.

Unterdessen zeigten sich manche Beobachter skeptisch. Zumindest der Zeitpunkt der Meldungs-Veröffentlichung sei Propaganda, meinen einige. Immerhin liegen die Festnahmen schon einige Zeit
zurück.

Der Anti-Terror-Experte Alexej Filatow sagte gegenüber Euronews: “Putins Wahlkampfteam entschied, dass es ein guter Zeitpunkt sei, die Informationen eine Woche vor den Wahlen zu veröffentlichen und dass es dumm wäre, das nicht zu tun. Die Wahlstrategen der anderen Kandidaten würden ähnlich vorgehen, wenn sie solche Informationen hätten.”