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Indien: Generalstreik wegen steigender Preise

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Indien: Generalstreik wegen steigender Preise

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In Indien sind Millionen Arbeiter in einen Generalstreik getreten. Wie etwa in Kalkutta bleiben Taxis und Busse stehen, Banken und Geschäfte sind geschlossen. Mit dem Streik protestieren die Menschen gegen die rasant steigenden Lebenshaltungskosten. Außerdem fordern sie mehr Rechte für Angestellte und Gewerkschaften.

Allerdings stößt der Arbeitskampf auf geteilte Meinung, ein Bankangestellter meinte, es sollte keine Streiks geben, das bringe nichts außer Verlusten. Ein anderer Mann aus Kalkutta hingegen sagte, die Streikenden hätten das Recht auf ihrer Seite. Bei den steigenden Preisen sei es nicht möglich, eine Familie mit 5000 bis 10 000 Rupien im Monat durchzubringen – also mit rund 75 bis 150 Euro.

Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh hatte die Gewerkschaften angesichts mauer Wirtschaftsdaten und anstehender Regionalwahlen erfolglos aufgefordert, die Streiks abzublasen. Statt dessen kündigten die Arbeiter weitere Aktionen an, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.