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Journalisten in den Libanon gebracht

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Journalisten in den Libanon gebracht

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Der in Homs verwundete britische Journalist Paul Conroy ist nach Beirut gebracht worden. Sein Vater bestätigte, dass Conroy sich im Libanon aufhält. Die Rettung der in Syrien verletzten französische Journalistin Edith Bouvier konnte nun doch nicht bestätigt werden. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte zunächst gesagt, dass auch sie im Libanon sei, das dann aber wieder zurückgenommen. Die Zeitung “Le Figaro”, für die Bouvier arbeitet, teilte mit, sie sei noch in Syrien.

Der Beschuss des Stadtteils Baba Amro in Homs geht indes weiter. Allein heute sollen Regierungstruppen in Syrien mehr als 40 Menschen getötet haben. In Homs sollen sechs Angehörige einer Familie ermordet worden sein.

Frankreichs Außenminister Alain Juppé sprach von einer “Barbarei, die inzwischen alle Limits überschreite”. Die von internationalen Organisationen bestätigten Zahlen wiesen mehr als 8000 Tote auf, darunter Hunderte Kinder, die teils gefoltert worden seien. Und wenn man den syrischen Präsidenten bei seinem faulen Referendum vor einem Wahllokal in Damaskus herumstolzieren sehe, dann fühle man sich nur noch empört.

Die neue Verfassung, über die am Sonntag abgestimmt wurde, soll bereits in Kraft getreten sein. Sie beendet die Vormachtstellung der seit
Jahrzehnten regierenden Baath-Partei und überträgt Präsident Baschar al-Assad noch mehr Befugnisse.