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Kreuzfahrtunglücke bedrohen italienischen Schiffseigner

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Kreuzfahrtunglücke bedrohen italienischen Schiffseigner

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Nachdem ein zweites ihrer Kreuzschiffe innerhalb von nur zwei Monaten verunglückt ist, gerät die Reederei Costa Crociere unter erheblichen Druck. In italienischen Zeitungen wird spekuliert, dass die Costa-Muttergesellschaft Carnival das Unternehmen untergehen lassen könnte, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen.

Costa Crociere ist mit 15 Schiffen der größte Kreuzfahrtanbieter in Europa. 2010 waren mehr als 2 Millionen Gäste an Bord. Der Umsatz betrug fast drei Milliarden Euro. Costa beschäftigt 19.000 Mitarbeiter. Gegen mehrere von ihnen, darunter auch Mitglieder der Firmenleitung, wird im Zusammenhang mit dem Concordia-Unglück ermittelt.

Der Aktienpreis des amerikanischen Mutterkonzerns ist bisher durch die beiden Unfälle nicht beeinträchtigt. Die Firma meldete jedoch, die Zahl der Buchungen auf ihren Kreuschiffen sei seit Januar um 35 Prozent gesunken. Daher die Spekulation, dass sich Carnival von seiner italienischen Unglückstochter trennen könnte, um nicht selbst weiteren Schaden zu nehmen.