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Serbien wider Erwarten noch nicht EU-Beitrittskandidat

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Serbien wider Erwarten noch nicht EU-Beitrittskandidat

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Serbien hat den Status eines Beitrittskandidaten der Europäischen Union – anders als erwartet – nicht erlangt. Rumänien blockierte eine entsprechende Entscheidung der EU-Außenminister. Diese konnten bei ihrem Treffen in Brüssel nur eine Empfehlung an das EU-Gipfeltreffen in dieser Woche aussprechen. Er hoffe, dass die zu erwartende Entscheidung positiv ausfallen werde, so der serbische Staatschef Boris Tadic. Es gäbe Probleme zwischen Serbien und einigen Mitgliedsstaaten der EU. Nach Einschätzung von Beobachtern hängt der Einspruch Bukarests damit zusammen, dass Rumänien weiterhin darauf wartet, dem Schengen-Abkommen beizutreten. Bei den Verhandlungen in Brüssel forderte Rumänien, Serbien müsse seine sogenannten Walachen als rumänische Minderheit anerkennen. “Die Glaubwürdigkeit der EU könnte damit beschädigt werden, sagt der serbische Journalist Dusan Gajic. “Serbien hat Bedingungen für den Kandidaten-Status erreicht. Jetzt aber gibt es plötzlich das Thema Walachen.” “Es wird noch lange dauern, bis ein Termin für die Beitrittsverhandlungen festgelegt wird, erläutert unsere Korrespondentin Margherita Sforza. “Aus Brüsseler Kreisen hieß es, Serbien werde zumindest den Bericht der EU-Kommission abwarten müssen, bevor Belgrad und die EU die Gespräche fortsetzen können.”