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Wade hofft noch auf Sieg - aber Stichwahl wahrscheinlich

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Wade hofft noch auf Sieg - aber Stichwahl wahrscheinlich

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Der Jubel der Anhänger von Präsident Abdoulaye Wade ist verfrüht: Die ersten Teilergebnisse der Präsidentschaftswahl im Senegal deuten auf eine zweite Runde hin. Und bei dieser Stichwahl könnte der Amtsinhaber das Rennen verlieren. Nach Auszählung der Hälfte der Wahlbezirke kam Wade auf gut 32 Prozent der Stimmen, der Zweitplatzierte auf 25.

Seine Partei werde natürlich alle Möglichkeiten der Unterstützung von anderen politischen Kräften ausloten, räumte Wade ein – betonte aber auch, dass sein Sieg in der ersten Runde durchaus noch möglich sei. Er kann vor allem auf die ländlichen Gegenden bauen.

Jeder, nur nicht Wade, ist hingegen die Devise des Oppositionsbündnisses. Sollte es also zu einer Stichwahl kommen, wird der Zweitplatzierte, Ex-Regierungschef Macky Sall, voraussichtlich mehr Unterstützung der anderen Oppositionellen haben.

Es stehe völlig außer Frage, dass das Bündnis der Oppositionsparteien sich für die zweite Runde mit Aboulaye Wade verbünde, bekräftigt auch der bislang Drittplatzierte Moustapha Niasse – da gebe es keinen Zweifel.

Den Senegalesen bleibt jetzt nur Abwarten. Spätestens am Freitag soll das landesweite Ergebnis bekanntgegeben werden. Erreicht kein Kandidat die absolute Mehrheit, wird es Mitte März die Stichwahl geben.