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Französischer Film im Auftrieb

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Französischer Film im Auftrieb

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Fünf Oscars für “The Artist”, darunter der für den besten Schauspieler, für den Franzosen Jean Dujardin und der für den besten Film. Das gibt Auftrieb, in Frankreich fühlt sich die gesamte Filmbranche mit diesem Erfolg bestätigt. Der französische Film hat Rückenwind: Um mehr als satte 21 Prozent ist die Zahl der Kino-Eintritte im vergangenen Jahr in Frankreich gestiegen, das ist der höchste Stand seit 1984. Allein der Film “Intouchables” verzeichnete 16,7 Millionen Zuschauer.

Das liegt auch an dem weltweit einzigartigen Finanzierungssystems des französischen Films. Florence Gastaud ist Vorsitzende des französischen Verbandes der Autoren, Regisseure und Produzenten. “Das ist ein System, nun, um es einfach zu sagen, in dem die Großen die Kleinen finanzieren”, erklärt sie. “Ein System, in dem die Fernsehsender verpflichtet sind, in verschiedene Kino-Produktionen zu investieren. Heute wissen wir, dass das umgehend Resultate bringt. Ich denke, ganz besonders im Moment, da eine neue Generation von Filmemachern auftritt. Das alles zusammen macht es auch, dass Filme in die Kinos kommen wie ‘Rien a declarer’ von Danny Boon oder ‘Polisse’ von Maiwenn und ‘La Guerre est declaré’ von Valérie Donzelli, alles Filme mit kleinem Budget.”

Antoine de Clérmont-Tonnère ist Präsident von UniFrance, der Institution also, die für den weltweiten Export französischer Filme zuständig ist.

“Wir produzieren ungefähr 260 Filme pro Jahr, wir sind noch immer der zweitgrößte Exporteur der Welt. Jedes Jahr können wir den Einkäufern gut 30 Filme ganz unterschiedlicher Art präsentieren”, sagt er, “wenn es da einen Erfolg gibt wie jetzt mit ‘The Artist’, dann ist das fantastisch für den ganzen Rest. Denn damit werden wir viele Länder erreichen. Es ist auch die Industrie, die gewonnen hat, etwas außergewöhnlich zwar, aber immerhin haben wir fünf Oscars gewonnen.”