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Ende einer Odyssee

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Ende einer Odyssee

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Nach drei Tagen und Nächten haben die Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffs “Costa Allegra” endlich wieder festen Boden unter den Füßen.

Von einem Fischtrawler wurde das Schiff in den Hafen der Seychelleninsel Mahé geschleppt, da es nach einem Feuer im Maschinenraum manövrierunfähig im indischen Ozean trieb.

Die Passagiere zeigten sich erleichtert, dass es nicht noch schlimmer kam:“Wir waren nah an einer Tragödie. Wenn wir alle in die Rettungsboote gemusst hätten, dann wäre es wirklich ernst geworden: Hunderte Menschen in einem Boot, ohne Proviant, hilflos auf dem Meer.”

Ein deutscher Reisender:“Die Crew war sehr gut. Sie haben nach allen geschaut, ob alle zufrieden sind und ok. Trotzdem sind wir natürlich froh, jetzt hier zu sein.”

Busse brachten die meisten Touristen vom Hafen in Hotels. Hatte die Reederei doch angeboten, auf Kosten des Unternehmens einen Seychellenurlaub anzuhängen. Etwa der Hälfte der deutschen Passagiere ist die Lust offenbar aber vergangen,- sie entschieden sich für den Flug in Richtung Deutschland. Einige kündigten bereits an, das Reiseunternehmen, das gerade erst mit dem “Costa Concordia”-Unglück in die Schlagzeilen geraten war, auf Schadensersatz verklagen zu wollen.