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Google setzt umstrittene Datenschutzregeln ein

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Google setzt umstrittene Datenschutzregeln ein

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Trotz massiver Proteste hat Google seine umstrittene neue Datenschutzerklärung weltweit in Kraft gesetzt. Der Internet-Riese vereinheitlicht damit die Richtlinien für mehr als 60 einzelne Dienste und wertet gleichzeitig die Nutzerdaten aller Produkte gesammelt aus.

Peter Barron, Europa-Direktor für externe Beziehungen bei Google, meint, die Leute nutzten verschiedene Google-Dienste, sie wollten eine gute, übergangslose Erfahrung mit diesen Diensten machen. Für sie komme es darauf an, dass das funktioniere. Fasse man diese Dienste nun zusammen, würde das für die Nutzer bessere Antworten, Ergebnisse und Informationen bringen.

Mit der Einführung der neuen Regeln setzt sich das Unternehmen über Bedenken von Datenschützern und Politikern in Europa und den USA hinweg.

Nick Pickles von der Bürgerrechtsbewegung Big Brother Watch sagt, es gebe einen zentralen Punkt im Umgang von Unternehmen mit Regulations-Behörden, besonders bei Unternehmen wie Google, für deren Dienste man nicht bezahle: Man müsse sich darüber klar sein, dass – gerade weil die Dienste gratis seien – der Nutzer nicht der Kunde, sondern das Produkt sei.

Vor allem die Verknüpfung personenbezogener Nutzerdaten aus verschiedenen Diensten stößt auf Bedenken. Eine Untersuchung der französischen Datenschutzkommission kam zu dem Ergebnis, dass die neuen Regeln gegen europäisches Recht verstoßen.