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Havarierte Costa Allegra erreicht die Seychellen

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Havarierte Costa Allegra erreicht die Seychellen

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Das havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Allegra hat sein Ziel erreicht: den Hafen von Victoria auf der Seychellen-Hauptinsel Mahé. Das Schiff hatte rund tausend Menschen an Bord, unter ihnen viele Österreicher und Schweizer.

Am Montag war im Maschinenraum der Costa Allegra ein Brand ausgebrochen. Seitdem war der Strom ausgefallen; das Schiff war manövrierunfähig und musste abgeschleppt werden. Auch Klima- und Kühlanlagen funktionierten damit nicht mehr; ein Aufenthalt unter Decke wurde fast unmöglich. Hubschrauber sicherten die Versorgung mit dem Nötigsten.

“Die Hygienezustände waren ganz schlimm”, sagt ein Mann nach dem Aussteigen, “drei Tage ohne Wasser und ohne Strom. Es ist schwierig, so zu leben, und dann noch bei der Hitze!”

“Es war eben einfach unangenehm”, meint ein anderer; “nicht genug zu essen, nachts nicht richtig schlafen können, die unerträgliche Hitze: Die Nächte mussten wir zumeist auf dem obersten Deck zubringen.”

Die Kreuzfahrt hatte letzte Woche begonnen und sollte ursprünglich knapp vier Wochen dauern. Geplant war eine Reise von Mauritius vor Ostafrika durch den Suezkanal nach Italien.

Jetzt fliegt ein Teil der Urlauber von den Seychellen in ihre Heimatländer zurück. Andere haben sich dagegen für das Angebot der Reederei entschieden,
auf den Inseln noch einige Zeit zu verbringen.

Die Costa-Reederei war schon Anfang des Jahres in den Schlagzeilen: Damals lief ein anderes ihrer Schiffe, die Costa Concordia, vor der italienischen Küste auf Grund. Mehr als dreißig Menschen kamen damals ums Leben. Dagegen kam diesmal niemand zu Schaden; nur sind die Unbequemlichkeiten in der tropischen Hitze enorm. Auch in den Nächten kühlt es dort kaum ab.